FreshIndex geht in die Feldphase

Das Zwischenfazit von Achim Baier, Managing Director der arconsis

FreshIndex geht in die Feldphase

Als uns Matthias Brunner von tsenso die Vision von FreshIndex vor 2 Jahren vorgestellt hat und uns fragte, ob wir als Partner für die technische Implementierung in das Forschungsvorhaben mit einsteigen wollen, mussten wir nicht lange überlegen. 

Zunächst sind die Themen „Bewusstsein für Frische und Verderblichkeit“ sowie „Transparenz in der Lieferkette vom Erzeuger bis zum Verbraucher“ hehre Ziele, die zu einer „Reduktion von Verschwendung von Lebensmitteln“ führen. Diese Ziele teilen und unterstützen wir gerne. Außerdem konnten wir in das Forschungsvorhaben unsere langjährigen Erfahrungen aus Supply Chain Management Projekten in der Lebensmittelbranche, wie z.B. für unseren Kunden Muddy Boots Software, zurückgreifen.

Eine Herausforderung des Forschungsprojekts ist es, dass das Vorhaben aufgrund der Abhängigkeit zu den beteiligten Datenlieferanten komplex ist und die Datenmenge hohe Anforderungen an die Skalierbarkeit stellt. Da die arconsis für „technologische Exzellenz und Leidenschaft“ steht, fühlten wir uns dadurch natürlich herausgefordert.

Die Verfügbarkeit von Massendaten stellte sich im Projekt als bislang größte Herausforderung dar. Neben Daten aus produktiven Systemen konzentrieren wir uns daher auch auf Daten aus Simulationen, um die Skalierbarkeit zu überprüfen. Bei der Analyse der Daten ist in den Lieferketten zwischen Daten für Produkte (GTIN), Produktionslosen (LGTIN) und einzelnen Artikeln (SGTIN) zu unterscheiden. Die Berechnung des FreshIndex bzw. die Zusammenstellung der hierfür benötigten Daten muss bei den realen Systemen mit Mehrdeutigkeiten umgehen. Spätestens bei der Rückverfolgung von Einzelartikeln entlang der Wertschöpfungskette sind auch vermehrt Datenschutzaspekte zu berücksichtigen. Hier und bei der Modellierung und Simulation der Verderbnisprozesse der Lebensmittel zeigte sich stark der Forschungscharakter des Vorhabens.

Aktuell liegt der Fokus des Projekts auf dem Feldtest bei der METRO AG. In den verbleibenden Monaten bis zum Projektende möchten wir verstärkt die Themen Skalierung und Betriebskosten der erstellten Cloud-Lösung betrachten. Wir sind zuversichtlich, das gewonnen Wissen nach dem Projekt erfolgreich weiterzuverwenden und freuen uns auf mögliche industrielle Folgeprojekte.

Achim Baier

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